J.M. Soedher

Jakob Maria Soedher
Landsberg a. Lech

Marienplatz de Compostela

Publikation

Taschenbuch | eBook

Autor

Jakob Maria Soedher

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Widerwillig übernimmt der LKA-Ermittler Johannes Bucher den Fall einer vermissten jungen Frau, denn Vermißtenfälle gehören nicht zu seinen Ermittlungen. Ein Jahr Auszeit hat sie sich genommen, um zu Fuß von München nach Santiago des Compostella zu pilgern. Schon nach wenigen Wochen reißt jeder Kontakt zu ihr ab. Eine Postkarte von der Loire ist das letzte Lebenszeichen. Gerade als Bucher sich auf den Weg nach Frankreich machen will wird auf einem Autobahnparkplatz im Münchner Norden, der Fuß einer jungen Frau gefunden. Die Ermittlungen setzen Bucher zu, denn diesmal geht es nicht alleine darum einen Fall aufzuklären - diese Ermittlung muss er zu einem guten Ende bringen!

In seinem neuen Thriller "Marienplatz de Compostela" (Edition Hochfeld, Taschenbuch, 384 Seiten, 10,90 Euro) schickt Autor Jakob Maria Soedher den Münchner LKA-Ermittler Bucher erneut auf die Spur eines Verbrechens und setzt dadurch die Krimireihe "Bucher ermittelt" mit einem vierten Band fort. Der Leser trifft auf Buchers altbekanntes eingespieltes Ermittlerteam, mit all seinen Stärken, aber auch liebenswerten Macken. Im Lauf des Buches wächst der Druck auf den Ermittler stetig, alles zu einem guten Ende zu bringen. Was zwischendurch fragwürdig erscheint, als die Polizei auf einem Autobahnparkplatz im Münchner Norden das abgetrennte Bein einer jungen Frau samt Treckingstiefel findet. Mit seiner klaren, schnörkellosen und dennoch bildhaften Sprache hält Soedher den Leser gekonnt bei der Stange. Durch zahlreiche geschickt konstruierte Perspektivenwechsel bleibt die Spannung bis zum turbulenten und gefährlichen Finale erhalten. Kleine Verschnaufpausen sind dem Münchner durch kleine Rand-Aspekte gegönnt wie dem nuschelnd-bayerischen U-Bahn-Fahrer, das U-Bahn-Gewölbe am Marienplatz, "dessen Orange einem im Sommer kühlte und im Winter wärmte" oder Buchers Dilemma zwischen "foie gras" oder "Rilettes" beim Dallmayr. Herrlicher Lokalkolorit und dazu ein spannender Fall – was will man mehr?

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