J.M. Soedher

Jakob Maria Soedher
Landsberg a. Lech

Mauchin

Publikation

Taschenbuch | eBook

Autor

Jakob Maria Soedher

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Bregenzerwald und Bodensee im Jahr 1791 - die Druckwellen der Französischen Revolution beginnen das feudale Europa zu erschüttern, und auch in Bezau, weit von den Zeitläuften entfernt, sind die Auswirkungen schon zu spüren. In dem entlegenen Bergdorf zerfällt die Familie der jungen Bäuerin Francisca Mauchin, nachdem der Vater beim Holzen auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen ist.
Intrigen zwingen sie ihren Hof und Heimatort zu verlassen und ihr Auskommen als Pfarrköchin am Bodensee zu suchen, denn sie entscheidet sich schweren Herzens gegen eine Flucht in die Heirat. Wärme, Fruchtbarkeit und Weichheit der Landschaft am See trösten sie über den Verlust. Als sie jedoch schwanger wird, wendet sich die öffentliche Moral gegen sie.
Mutig und mit Finesse setzt sie sich zur Wehr und ihr Widerstand trifft auf eine verunsicherte gesellschaftliche Elite, denn nicht weit entfernt, in Frankreich, wütet die Revolution gegen kirchliche und weltliche Macht und der Schrecken der Guillotine wirkt weit nach Europa hinein.

Jakob Maria Soedher spannt einen weiten Bogen und betrachtet im ersten Teil der Mauchin-Trilogie die letzten Jahre des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Mit gewohnt metaphorischer Sprache beschreibt er Leben und Landschaften des Bregenzerwaldes und des Bodensees und führt seine Protagonistin, die Bezauer Bauerntochter Franziska Mauchin, durch die Fährnisse aufregender und von Umbrüchen erschütterten Zeiten. Seine Geschichte befasst sich mit dem Zusammenbruch einer Familie und den revolutionären Veränderungen jener aufregenden Jahre, aus denen ein neues Europa hervorgehen soll. Spannend, einfühlsam und mit großem Wohlwollen schildert er die Leben seiner Protagonisten. Der erste Teil der Mauchin-Trilogie macht Lust auf mehr.

Welch eine wunderbare Sprache ...

Neue Badische Zeitung